Kurzbiografie:

Virgil Widrich, geboren 1967 in Salzburg, arbeitet an zahlreichen Film- und Multimediaproduktionen.

Sein erster Kinofilm ist "Heller als der Mond"(2000), sein Kurzfilm "Copy Shop" gewann 35 internationale Preise und wurde für den Oscar nominiert. "Fast Film" wurde 2003 in Cannes uraufgeführt und gewann bisher 36 Filmpreise.

Virgil Widrich lebt in Wien.


1967 Geboren am 16. Mai in Salzburg. Wächst in einem 500 Jahre alten Haus auf dem Mönchsberg auf. Nachbar: Peter Handke, häufiger Besucher: Wim Wenders
1973 Zum ersten Mal im Kino. Die Eltern erklären nach der Vorführung von "Bambi", dass es nicht möglich ist, die Schauspieler hinter der Bühne zu treffen. Erster Eindruck von der Funktionsweise des Kinos.
1979 Beobachtet Tag für Tag, wie unweit vom elterlichen Haus Ronald Neame mit Walter Matthau und Glenda Jackson die Agentenkomödie "Hopscotch" dreht.
1980 Bekommt mit 13 endlich seine erste Super-8-Kamera und dreht noch im selben Jahr die ersten drei Filme: "My Homelife", eine Dokumentation über das Haus der Eltern, "Gebratenes Fleisch", einen von Roald Dahl inspirierten Kannibalismus-Krimi und ein Portrait des Kärntner Spiegelkünstlers Arnulf Komposch mit dem Titel "3 x Ulf"
1981 Sieht im Fernsehen eine Dokumentation über Walt Disney und beginnt mit der Arbeit an einem eigenen Zeichentrickfilm. Innerhalb von sechs Monaten entsteht aus über 1.000 zerschnittenen Overheadfolien der Trickfilm "Auch Farbe kann träumen".
1982 Mit 15 Inszenierung des ersten Films mit richtigen Schauspielern. Libgart Schwarz, Star der Berliner Schaubühne, spielt eine Rolle in dem Godzilla-beinflußten Science-fiction Film "Monster in Salzburg". Dabei werden ganze Strassenzüge von Salzburg als Modell nachgebaut. Das Monster selbst ist eine 30 cm lange Holzpuppe mit Zwirnhaaren, welches per Einzelbildschaltung zum Leben erweckt wird. Ab diesem Jahr beginnt auch das theoretische Studium des Mediums Film durch Ankauf von zahlreichen Filmbüchern und gezielter Drehbuchanalyse.
1983 Nach langen Vorbereitungen beginnt die Arbeit an dem ersten abendfüllenden Spielfilm "Vom Geist der Zeit". Während die Schulleistungen rapide bergab gehen entsteht in 14-monatigen Dreharbeiten ein 112 Minuten langer Genre-mix aus Action, Horror und Science-fiction Film, der in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spielt. Peter Handke spielt als Gaststar einen aufgeregten Passanten, die anderen Rollen übernehmen Laiendarsteller aus der Schule. Das Wohnzimmer im elterlichen Haus wird fast zwei Jahre lang für die Dreharbeiten gesperrt.
1984 Um das 70.000 Schilling (5.000 Euro) Budget für "Vom Geist der Zeit" zu finanzieren Betätigung als Statist und später Requisiteur bei den Salzburger Festspielen bei Inszenierungen von Jean-Pierre Ponelle, Michael Hampe, Gernot Friedel, Johannes Schaaf und Herbert von Karajan. In diesem Jahr beginnt die später immer heftiger werdende Liebe zu Computern mit der Programmierung von zahlreichen Videospielen auf einem Sinclair Computersystem mit bunten Tasten.
1985 Premiere von "Vom Geist der Zeit" im Mozart-Kino in Salzburg, im Herbst Aufführung bei den Welser Filmtagen. "Vom Geist der Zeit" besteht aus über 1.000 Einstellungen, von denen manche über 20 Mal in der Kamera belichtet wurden. Horst Christoph schreibt im Profil "Ein zwei-Stunden-Filmfeuerwerk!". Im Herbst gerade-noch Matura am Akademischen Gymnasium in Salzburg und Aufnahme an der Wiener Filmakademie. Mit 18 der erste öffentliche Vortrag über "Vom Geist der Zeit" auf Einladung der Hochschule für Gestaltung in Linz.
1986 Verlässt nach wenigen Wochen wieder die Wiener Filmakademie und widmet sich dem Drehbuchschreiben. Ein Science-fiction Film, der im Mikrokosmos spielt, wird geplant, aber nicht verwirklicht. Einladung von Johannes Schaaf nach Cinecitta zu den Dreharbeiten von Michael Endes "Momo". In den Hallen nebenan entsteht zeitgleich "Der Name der Rose" mit Sean Connery.
1987 Gemeinsam mit zwei Partnern wird der Filmverleih "Classic Films" gegründet, der sich um den Vertrieb von künstlerisch wertvollen Filmen bemüht. Die 60 Filme des Verleihprogramms umfassen u.a. den Oscargewinner "Babettes Fest", "The World according to Garp", "Eraserhead" von David Lynch, den letzten Film von John Huston, "The Dead", und den Film eines damals unbekannten Spaniers namens Pedro Almodovar, "Das Gesetz der Begierde". Mit dem Verleih von "Drowning by Numbers" beginnt der lang anhaltende Kontakt zu Peter Greenaway.
1988 Im Rahmen von Classic Films Gestaltung von Retrospektiven, dabei u. a. Wiederaufführung der Filme von Andy Warhol und Max Fleischer. übernahme des Gesamtwerks von Wim Wenders für österreich.
1989 Mitgestaltung der Retrospektive der Filme von Laurel & Hardy erstmals in der ungekürzten Originalfassung. Die äußerst erfolgreiche Retrospektive tourt durch ganz österreich und kommt anschließend auch in deutsche Programmkinos. Begegnung mit dem Kameramann und Regisseur John Bailey (Kamera u.a.. bei "American Gigolo", "Mishima", "Silverado", "As good as it gets").
1990 Einladung nach Hollywood. Assistent von John Bailey bei dessen Science fiction Komödie "The Search for intelligent life in the universe" mit Lily Tomlin ("Nashville", "The Player", "Short Cuts") Beginn der jahrelangen Mitarbeit am Marketing der damals neuen Konzerthaus-Musikreihe "Wien modern" für Karsten Witt.
1991 Die allgemeinen Probleme der Wiener Programmkinos erfassen auch "Classic Films". Der Verleih wird an einen der Partner verkauft und schränkt seine Aktivitäten ein. Wieder zurück zu den Computern: für die Hochschule für angewandte Kunst wird eine Trickfilmdatenbank entwickelt, mit welcher die Filmeinsätze auf Festivals organisiert werden. Es bleibt ab 1991 nicht unbeobachtet, dass Computer und Film immer mehr in einem neuen Medium zusammenzuwachsen: Beginn der Beschäftigung mit CD-ROMs.
1992 6-monatige Mitarbeit an der Ausstellung von Peter Greenaway in der Hofburg, dem Semper Depot und der Akademie der bildenden Künste. Dabei erste künstlerische Zusammenarbeit an einem Kurzfilm von Peter Greenaway, "The falls remake", der jedoch bis heute nicht fertig gestellt wurde.
1993 Mitarbeit an dem Calsi-Großbildprojekt anlässlich der Wiener Festwochenausstellung "Der zerbrochene Spiegel". An der Außenwand der Kunsthalle entsteht dabei das größte Computerbild der Welt, welches sogar eine Eintragung im "Guinness Book of Records" erhält. Ab März beginnt die Arbeit an der damals neu zu erfindenden Diagonale, dem neuen "Festival des österreichischen Films". Gemeinsam mit Martin Schweighofer und Peter Tscherkassky werden die Grundpfeiler für das neue Festival gelegt: Programmierung, Organisation, Infrastruktur, Sponsorenakquisition, Kartenverkaufssystem, Gästeorganisation und -betreuung, Katalogproduktion, Events und deren Marketing und Werbung. Für Peter Greenaways Film "The Baby of Macon" werden die deutschen Untertitel übersetzt.
1994 Die zweite Diagonale wird mit Virgil Widrich als Produktionsleiter in Salzburg organisiert. Erstmals wird bei der Diagonale eine Filmdatenbank erstellt, die mittels "database publishing" den gesamten Katalog der Austrian Film Commission und der Diagonale in wenigen Minuten automatisch layouten kann.
1995 Im Auftrag der Austrian Film Commission Erstellung einer weiteren Filmdatenbank, diesmal für die "Europeans" beim Filmfestival in Cannes. Letztmaliges Stattfinden der Diagonale in Salzburg mit dem neuen Intendanten Heinrich Mis (damals ORF Kunststücke). Unter dem Kurator Konrad Becker werden Teile des Programms erstmals auch im Internet präsentiert. Für "hunderjahrekino" (Intendant: Hans Hurch) wird eine Datenbank erstellt, welche die Daten von allen Kinos österreichs miteinander vergleichen und auswerten kann. Die Beschäftigung mit Drehbuchsoftware beginnt in diesem Jahr und mündet in zahlreichen Vorträgen und Artikeln zu diesem Thema.
1996 Erste künstlerische Mitarbeit an einer CD-ROM: Verfassung von Drehbuch und Dialogen für "Robbi - Abenteuer auf CD-ROM". Die Geschichte einer kleinen Robbe, die vor den Menschen auf eine Urwaldinsel flüchtet, entwickelt sich mit 20.000 verkauften Stück zu einem CD-ROM Bestseller für Kinder. Für diese CD wird von Virgil Widrich die "interactive dialog engine" entwickelt, die archetypischen Charakteren ganz konkrete Gedanken und immer neue dramaturgische Situationen einhaucht. Diese Erfindung erhält internationale Beachtung und wird in zahlreichen Vorträgen präsentiert. Ein Opern-Filmprojekt mit Peter Greenaway, bei welchem eine Oper erstmals mit Helmkameras von den Sängern selbst verfilmt worden wäre, scheitert an Problemen mit dem Komponisten. Für den Kurzfilmverleih Sixpack Film wird eine Filmdatenbank entwickelt, mit deren Hilfe österreichische Kurzfilme im In- und Ausland verliehen werden können.
1997 CD-ROMs sind als fixes Medium etabliert. Parallel werden zwei der größten CD-ROM Projekte, die in österreich je durchgeführt wurden, entwickelt: für eine 4-teilige Mathematikserie werden die didaktischen Konzepte und die interaktiven Charaktere entwickelt, sowie das Drehbuch und die Dialoge geschrieben; Die "Salzburger Festspiele CD-ROM" wird konzipiert und mit einer Datenbank über alle Credits aller Aufführungen aus 75 Jahren Festspielgeschichte versehen. Nach dem Ausflug in das interaktive Medium wieder verstärkte Hinwendung zum linearen Geschichtenerzählen: das Drehbuch "Heller als der Mond" entsteht. Die Geschichte von Fremden in der Welt - Ausländern ebenso wie Inländern - wird mit dem Drehbuchpreis 1997 der Stadt Salzburg ausgezeichnet.
1998 In Verbindung von Film und Elektronik entsteht gemeinsam mit Martin Reinhart der Kurzfilm "tx-transform", der erstmals ein neues Filmverfahren vorstellt, welches die Raum- und die Zeitache im Film miteinander vertauscht. Diese Erfindung wird unter rund 40 von 1.500 Einreichungen auf der "Ars Electronica" in Linz präsentiert und erfährt begeisterte internationale Anerkennung. Eine Reihe von weiteren tx-transform-Projekten im Film-, Multimedia- und Ausstellungsbereich in österreich, England, Italien, der Schweiz und den USA werden konzipiert. In den wenigen Arbeitspausen wird das Drehbuch für einen neuen Kurzfilm geschrieben: "Copy Shop" - nach der Raum/Zeit Verschiebung nun eine Verschiebung der Identität des Beobachters im Film - erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich solange vervielfältigt, bis die ganze Welt nur mehr aus ihm besteht.
1999 Umwandlung der Produktionsfirma von einem Einzelunternehmen in eine GmbH. Im Zuge der Neueinrichtung des Technischen Museums Wien werden von einem 35köpfigen Team unter der Leitung der Virgil Widrich Film- und Multimediaproduktions G.m.b.H. hundert verschiedene Multimediastationen (darunter auch 4 Kinos) erstellt, welche den Besuchern einen vertiefenden Informationszugang bieten. Dabei werden Bild- und Filmprojektionen, Hörstationen, akustische Installationen, sowie interaktive Anwendungen unter Verwendung von Text, Bild, Musik, Video, Animation und 3D-Technik eingesetzt. Mit einem Minimalbudget und einem jungen Team beginnen im Sommer die Dreharbeiten zum ersten Kinofilm: "Heller als der Mond", der von Virgil Widrich produziert und inszeniert wird. In den Hauptrollen u.a. Piroska Szekely, Christopher Buchholz, Horst Buchholz und Lars Rudolph. Der Film wird Ende des Jahres fertig gestellt.
2000 "Heller als der Mond" hat in Rotterdam Premiere, gewinnt beim Filmfestival in Angers gleich zwei Preise und wird zu über 30 weiteren Filmfestivals eingeladen. Der Multimediabereich expandiert: Für das "Museum Ladin" in Südtirol werden drei Medienstationen erstellt, die Websites für die Wiener Sängerknaben und die Austrian Film Commission werden produziert. Mitgründung der filmpipeline GmbH., ein Internetfilmunternehmen als Tochter der webfreetv.com AG. Virgil Widrich ist Geschäftsführer des neuen Unternehmens. Im April finden die Dreharbeiten zu "Copy Shop" statt, Johannes Silberschneider spielt insgesamt 280 Rollen. Nach 4 Monaten Schnitt und weiteren 4 Monaten digitaler Postproduktion wird der Film Ende des Jahres fertig gestellt. Im November Teilnahme mit der Installation "tx-transformator" (gemeinsam mit Martin Reinhart) beim Dutch Electronic Art Forum in Rotterdam.
2001 "Copy Shop" hat Premiere in Rotterdam und gewinnt im Lauf der nächsten Monate 30 internationale Preise. Es folgen TV-Ankäufe in 12 Ländern und Einladungen zu über 100 Filmfestivals. Die filmpipeline GmbH. wird nach erfolgter Gründungsphase an die Mutterfirma webfreetv.com AG verkauft. Der tx-transformator wird beim Diagonale Filmfestival in Graz ausgestellt. Ein neuer Kurzfilm, "Fast Film" wird geschrieben, die Arbeit an einem neuen Spielfilmdrehbuch beginnt.
Im März gemeinsam mit Stefan Reiter, Stefan Unger und Dieter Göschler Gründung der checkpointmedia AG, welche die Multimediaaktiviäten in Zukunft betreiben wird. Die Filmproduktion bleibt als unabhängiges Unternehmen erhalten. Die ersten Projekte der neuen AG: Pflichtenhefterstellung für die website des Museumsquartiers Wien, Medienstationen für die Niederösterreichische Landesausstellung 2001, eine DVD für das Naturhistorische Museum Wien und Erstellung einer Datenbank für Centropa über das jüdische Leben in den 14 Ländern Zentral- und Osteuropas.
Im August Gründung der Amour Fou Filmproduktion GmbH gemeinsam mit Gabriele Kranzelbinder, Alexander Ivanceanu und dem Wiener Volksbildungsverein/Polyfilm. Im Dezember beziehen die Amour Fou Filmproduktion GmbH. und die Virgil Widrich Film- und Multimediaproduktionen G.m.b.H. das neue Büro in der Lindengasse 32, 1070 Wien.
2002 Die Amour Fou Filmproduktion GmbH. produziert Filme von Bady Minck ("Im Anfang war der Blick") und Martin Arnold ("Deanimated - The invisible Ghost"). Die checkpointmedia AG bezieht ihre neuen Büroräumlichkeiten im "Haus der Musik", Seilerstätte 30, 1010 Wien und stellt die gemeinsam mit der Mensalia Unternehmensberatung erstellte Software "Genesto" vor, mit welcher interaktive Geschäftsberichte für das Internet erstellt werden. Die ersten Kunden: DaimlerChrysler, Sanochemia, Flughafen Wien. Weitere Multimediaprojekte: Installationen für das Wiener Riesenrad, die Kunsthalle Leoben und das Salzburger Museum Carolino Augusteum. "Copy Shop" wird von der "Academy of Motion Picture Arts and Science" als erster österreichischer Kurzfilm für den Oscar nominiert.
2003 Das Wachstum der checkpointmedia geht auch 2003 weiter: Dommuseum Salzburg, Telekom Austria, RWE, Austrian Airlines, Henkel sind nur einige der neuen Kunden. Im Auftrag von Red Bull werden umfassende multimediale Installationen für den Hangar-7 in Salzburg erstellt. Amour Fou präsentiert eineinhalb Jahre nach der Gründung gleich vier Filme bei den Filmfestspielen in Cannes: "Im Anfang war der Blick" (Bady Minck), "Struggle" (Ruth Mader) und "Pas de repos pour les braves" (Alain Guiraudie) und "Fast Film" von Virgil Widrich, der im Wettbewerb um die Goldene Palme läuft. "Fast Film" gewinnt in Toronto als "Best Animated Short" und weitere Preise bei den Festivals inCURT/Spanien und Vila do Conde/ Portugal. Im Juli Präsentation der Kurzfilme von Virgil Widrich im San Francisco Museum of Modern Art. Bis Ende 2003 gewinnt "Fast Film" 19 internationale Kurzfilmpreise. Im Dezember Wiedereröffnung der "Swarovski Kristallwelten" mit mehreren multimedialen Installationen der checkpointmedia AG.
2004

Die nunmehrigen checkpointmedia-Mitarbeiter Ralph Ortner und Mattias Schnellnberger statten die vier neuen Säle des Wiener Musikvereins mit modernster Medientechnik aus. checkpointmedia erhält den Auftrag für die Beschallung im neuen a1 lounge der Mobilkom Austria in der Mariahilferstrasse. Von 3. bis 7. März findet in Graz die "Diagonale der Filmschaffenden" statt, das von der Regierung unterstützte Festival fällt aus.

Amour Fou co-produziert "Ma Mère" (Regie: Christophe Honoré) mit Isabelle Huppert, in Cannes wird "Girls and Cars" von Thomas Woschitz präsentiert. Der Erfolg von "Fast Film" geht weiter: 34 internationale Filmpreise und 257 Festivaleinladungen. Im Mai wird Virgil Widrich zum Obmann des "Verbandes der österreichischen Filmregisseure" gewählt, ist Jurymitglied bei der diesjährigen Ars Electronica und beim Filmfestival in Annecy. Am 16. Juni läuft "Fast Film" gemeinsam mit einem Portrait in der Reihe "court-circuit le magazine" auf ARTE. Das Pantin Festival in Paris zeigt eine Retrospektive der Filme von Virgil Widrich. Bei der "Semaine du cinéma autrichien" in Paris läuft "Copy Shop". Die checkpointmedia gewinnt den "Deutschen Multimedia Award" für die Red Bull "Mayday Bar" im Hangar-7 in Salzburg.

2005

"Copy Shop" läuft bei den Filmfestspielen in Cannes in der Reihe "Tous les cinémas du monde". checkpointmedia erhält den Auftrag für die multimediale Realisierung des Mozarthaus Vienna, welches zum Start des Wiener Mozartjahres am 27.1.2006 eröffnet wird. Im Naturhistorischen Museum Wien wird die Lichtsteuerung für die vier mal sechs Meter große und drei Meter hohe Hai-Vitrine realisiert. Amour Fou stellt "Crash Test Dummies" (Regie: Jörg Kalt) fertig. Ab April laufen die Dreharbeiten für György Pálfis "Taxidermia", im Herbst starten die Dreharbeiten für "Kurz davor ist es passiert" von Anja Salomonowitz. Die Dreharbeiten für "Jeder siebte Mensch" in China gehen weiter und werden Ende 2005 beendet.
Im Oktober eröffnet das neue Besucherzentrum des Parlaments in Wien. checkpointmedia konzipierte, plante und realisierte alle Multimediastationen, darunter eine rund 20 Quadratmeter große Rückprojektionswand und 15 weitere innovative Medienstationen.

2006

Am 27.1.2006 eröffnet das "Mozarthaus Vienna". Die audiovisuellen Installationen im Mozarthaus sind inspiriert von den Medientechniken und "Wunderwelten" aus Mozarts Zeit. Highlight ist die multimediale Hommage an "Die Zauberflöte": Eine Bühnenlandschaft aus Kulissen, Projektionen und Lichteffekten zeigt eine Kurzversion der "Zauberflöte" als "virtuelle Spiegeloper" von 1791 bis heute. Im Mai eröffnet das "Museum Arbeitswelt - Steyr: working_world.net" mit Medienstationen, welche von der checkpointmedia technisch realisiert wurden.

Im September wurde der checkpointmedia der Staatspreis für das Mozarthaus Vienna (Kategorie "Kultur und Unterhaltung") sowie der Kategoriepreis "Öffentliche Informationen und Dienste" für das Besucherzentrum des österreichischen Parlaments verliehen. Auf der Viennale hat der Film "Jeder siebte Mensch" von Elke Groen und Ina Ivanceanu Premiere. Produktion: Virgil Widrich Film- und Multimediaproduktions G.m.b.H. und Minotaurus Film sàrl (Luxembourg).

2007

Geburt des Sohnes Zino Salomonowitz am 14.1.2007.
Nach 6 Jahren Vorstandstätigkeit im "Verband Filmregie Österreich"(davon 3 Jahren als Obmann) lässt sich Virgil Widrich kein weiteres Mal zur Wahl aufstellen und verlässt den Vorstand. Auch in der Amour Fou Filmproduktion gibt es Veränderung: Die Geschäftsführer, Gabriele Kranzelbinder und Alexander Ivanceanu, trennen sich, Thomas Woschitz und Virgil Widrich treten als Gesellschafter aus der Amour Fou aus. Alexander Ivanceanu führt die Amour Fou gemeinsam mit Bady Minck weiter, Gabriele Kranzelbinder gründet ihrerseits die "KGP - Kranzelbinder Gabriele Production GmbH".
In der checkpointmedia sind zur Jahresmitte über 50 Projekte in Arbeit, darunter Websites, Medieninstallationen, Ausstellungskonzepte, Smart Home, Wunderkammern und viele mehr.
Ab Herbst ist Virgil Widrich Universitätsprofessor für digitale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Nach jahrelanger Ideensammlung Beginn der Arbeit an dem Spielfilmdrehbuch "Die Nacht der 1000 Stunden".

2008

checkpointmedia eröffnet ein innovatives Firmenmuseum für die Firma Krones in Deutschland. Zaha Hadid gewinnt den Wettbewerb für das Guggenheim Hermitage Museum in Vilnius, Litauen, gegen die Star-Architekten Daniel Libeskind und Massimiliano Fuksas. checkpointmedia entwickelte für Zaha Hadid und ihr Team innerhalb von drei Monaten ein Medienkonzept für das gesamte Gebäude. Im Juni werden 13 Arbeiten von Virgil Widrichs StudentInnen der Klasse "digitale Kunst" auf der "Essence" im Museum für angewandte Kunst ausgestellt.
Geburt des Sohnes Oskar Salomonowitz am 20.7.2008.
Die Projektentwicklung von "Die Nacht der 1000 Stunden" wird von Filmfonds Wien, Österreichisches Filminstitut und Filmfund Luxembourg gefördert.

2009

checkpointmedia erstellt u.a. die Website für das Haydnjahr 2009 und für die Universität für angewandte Kunst Wien. Virgil Widrich übernimmt im Rahmen von Linz-Kulturhauptstadt 2009 die künstlerische Leitung der Ausstellung "Linz. Stadt im Glück". Die Ausstellung verwandelt das Linzer Stadtmuseum Nordico in ein Wohnhaus, dessen Zimmer die Stadt und ihre Entwicklung in den letzten drei Jahrzehnten reflektieren.
Ein weiteres Ausstellungsprojekt wird mit den StudentInnen der digitalen Kunst an der Universität für angewandte Kunst realisiert: "Alias in Wonderland" wird von 25.6. bis 12.7.2009 im Freiraum/quartier 21, Museumsquartier Wien gezeigt. Über einen "physischen Browser", der durch Verschieben bedient wird, kann die Vielfältigkeit der Klasse in einem einzigen Raum medial präsentiert werden.
Virgil Widrich wird mit der künstlerischen Leitung des neuen Masterlehrgangs "Art & Science Visualization" an der Universität für angewandte Kunst betraut. Der Lehrgang startet im Herbst 2009.
Die Projektentwicklung für den Spielfilm "Die Nacht der 1000 Stunden" wird Ende 2009 soweit abgeschlossen, dass um Herstellungsförderung angesucht werden kann.

2010

Virgil Widrich übernimmt die künstlerische Leitung der Ausstellung "90 Jahre Salzburger Festspiele", die von 17.6 bis 26.10.2010 im Salzburg Museum stattfindet. Herzstück ist eine multimediale "Meta-Aufführung" aus den wichtigsten Produktionen der letzten neun Jahrzehnte, welche zu einer neuen Aufführung zusammengesetzt werden, die es in dieser Form nie gab. Die Bühne für diese Produktion ist ein abstraktes Modell, das die Spielstätten der Festspiele, ganz nach Max Reinhardts Motto "die Stadt als Bühne", zitiert und nachbildet.
Von 24.6. bis 18.7.2010 stellen im Rahmen der "Essence" der Universität für angewandte Kunst 15 StudentInnen der Klasse "Digitale Kunst" ihre Werke im Künstlerhaus Wien aus.
Virgil Widrich gestaltet einen Filmbeitrag mit dem Titel "make/real" für die Ausstellung "Roboterträume", welche im Museum Tinguely Basel (8.6. bis 12.9.2010) und im Kunsthaus Graz (8.10.2010 bis 20.2.2011) stattfindet.
"Die Nacht der tausend Stunden" wird im Dezember aus rund 400 Projekteinreichungen für die Präsentation auf dem CineMart 2011 in Rotterdam ausgewählt.

2011

Künstlerische Leitung der Ausstellung "parameter{world} - parameters for every or no thing" des Masters "Art and Science" an der Universität für angewandte Kunst (30.3. bis 1.4.2011).
Speaker bei "The European Future Technologies Conference and Exhibition (fet11)" in Budapest zum Thema: "Robots as Companions: What can we learn from Servants and Companions in Literature, Theater, and Film?" am 5.5.2011.
Für die Ausstellung "Fetisch Auto. Ich fahre, also bin ich." im Tinguely Museum Basel (8.6. bis 9.10.2011) Gestaltung eines found-footage Filmbeitrags mit dem Titel "warning/triangle" über die zerstörerische Dreiecksbeziehung zwischen einem Mann, einer Frau und ihrem Auto.
Jurymitglied für das Pilotprojekt des bm:ukk: "Neue Filmformate".
Beginn der Projektentwicklung für einen abendfüllenden Animationsfilm mit dem Titel "Micromeo".
Mitherausgeber der Bücher "An envelope for arts, sciences, politics and us" (Springer Verlag, ISBN 978-3709109892) und "Inszenierung und neue Medien: 10 Jahre checkpointmedia" (Springer Verlag, ISBN 978-3709109809).
Gemeinsam mit Valerie Deifel, Juliana Herrero und Bernd Kräftner Konzeption und Realisation der Ausstellung "Things that talk", die im Rahmen der Vienna Art Week 2011 von 14. bis 20.11.2011 im Naturhistorischen Museum Wien stattfand.

2012

Mit "Copy Shop" Teilnahme an der Filmreihe "Breaking Ground - 60 Jahre experimentelles Kino aus Österreich" von Sixpack Film, welche nach ihrem Start in Wien im Februar u.a. in Ljubljana, Tokyo, New York, Madrid, Kopenhagen, Paris, Caen und Buenos Aires gezeigt wird. Konzeption und Präsentation einer Filmreihe mit österreichischen Kurzfilmen für das "Mashup Film Festival" im "Forum des Images" Paris (22. bis 24. Juni 2012). Gemeinsam mit Jean-Claude Carrière in Paris und Colombières-sur-Orb Verfassen eines Treatments für den abendfüllenden Animationsfilm "Micromeo". Mitglied der Jury des bm:ukk zur Förderung "Neuer Filmformate". checkpointmedia entwickelte 2012 u.a. für das Naturhistorische Museum Wien eine zeitgemäße Form der Wissensvermittlung für die Neuaufstellung des Meteoritensaals. Für das neu erweiterte Raiffeisenhaus Wien an der Oberen Donaustraße künstlerische Konzeption und technische Realisierung einer vier Meter hohen Säule im Eingangsbereich.
Präsentation von "Die Nacht der Avantgarde - Filme anders sehen" am 22.10.2012 in ORF 2. Am 1.12.2012 Veranstaltung einer Jubiläumsfeier auf dem Salzburger Mönchsberg Nr. 17 und Herausgabe der Publikation "100 Jahre Kupelwieser auf dem Mönchsberg" von Hans Widrich. Der Film "make/real" wird als Videoinstallation in der Ausstellung "Roboter - Maschine und Mensch?" im Technischen Museum Wien gezeigt (14.12.2012 bis 14.07.2013). Konzeption (gemeinsam mit Martin Haselböck und Frank Hoffmann), Gestaltung von Bühne und Filmprojektionen für das Musiktheaterprojekt "New Angels", welches am 19.11.2012 im Théâtre National du Luxembourg uraufgeführt wird. Vortrag "Die Röntgenstrahlen und das Kino" anlässlich "175 Jahre Gesellschaft der Ärzte in Wien" im Billrothhaus am 19.12.2012.

2013

Ende Jänner 2013 Mikroausstellung "14/16" mit Arbeiten von Studierenden des Masters "Art & Science" an sechs Orten in Wien und Umgebung.
Projektentwicklung und pre-production für die Filme "Die Nacht der tausend Stunden" und "Micromeo". Am 7.3.2013 Präsentation von "Micromeo" beim Cartoon-Forum in Lyon. Am 6. und 7.4.2013 Aufführung von "New Angels" im "MuTh - Konzertsaal der Wiener Sängerknaben" in Wien.
checkpointmedia konzipiert und realisiert die "Musikschmiede" für die experimenta Heilbronn, in welcher Kinder und Erwachsene Bands formieren und eigene Songs erstellen können. Virgil Widrich ist 2013 zum dritten Mal Mitglied der Jury des bm:ukk zur Förderung "Neuer Filmformate". Im Juni Teilnahme am Seminar "Lichttage/Lichtnächte" mit Kameramann Christian Berger in Ilovic, Kroatien.
Am 5.9.2013 Vortrag bei der Ars Electronica im Rahmen von "Expanded Animation - Mapping an Unlimited Landscape" im LENTOS Kunstmuseum mit dem Titel: "in/out - digital/analog". Im Rahmen der Vienna Artweek eröffnet am 18.11.2013 unter der künstlerischen und wissenschaftlichen Leitung von Bernd Kräftner und Virgil Widrich die Ausstellung "Crucial Experiments". Gezeigt werden Arbeiten von Studierenden des Masters "Art & Science" in der Ovalhalle/Museumsquartier.

2014

Produktion eines Animationsfilms zum 50-Jahr-Jubiläum des österreichischen Brillenherstellers Silhouette.
Geburt des dritten Sohnes, Sol Salomonowitz am 6.4.2014.
Konzeption und Produktion des stereoskopen Kurzfilms "back track". Die stop-motion-Dreharbeiten finden zwischen 11.8. und 7.9.2014 statt.
checkpointmedia entwickelt Medienstationen für den Polardom in der neuen Eisbärenwelt "Franz Josef Land" im Tiergarten Schönbrunn (Eröffnung 22.5.2014) und für das Verkehrsmuseum der Wiener Linien, das am 13.9.2014 in der früheren Remise Erdberg eröffnet.
In zweijähriger Bauzeit realisierte die Arge checkpointmedia/OMS als Totalunternehmerin das neue Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof, welches am 8.10.2014 eröffnet.
Am 23.6.2014 findet das Symposium "Biosphere n+1" in Zusammenarbeit zwischen Universtität für angewandte Kunst (Art & Science) und der Universtität für Bodenkultur Wien (Boku) statt.
Von 26.6. bis 13.7.2010 stellen im Rahmen der "Essence" der Universität für angewandte Kunst 2 StudentInnen der Klasse "Art & Science" ihre Werke im Künstlerhaus Wien aus.
Vorproduktion für den Spielfilm "Die Nacht der tausend Stunden", ein technischer Test mit Rückprojektionen findet am 6.10.2014 in Utrecht statt.

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Portraitfoto Macintosh

Portraitfoto Windows