Im Dezember 1995 findet die Diagonale, das Festival des Österreichischen Films, zum dritten und letzten Mal in Salzburg statt.
“Nach der erfolgreichen Diagonale 1994 – die Zuschauerzahlen stiegen im Vergleich zum Jahr davor um das zweieinhalbfache – findet die Diagonale 1995 von 1. bis 8. Dezember 1995 in Salzburg statt.
Bereits in den ersten zwei Jahren seines Bestehens konnte sich das Festival des österreichischen Films bei Publikum und Filmbranche etablieren. 1994 kamen über 600 Akkreditierte nach Salzburg. Die bisher präsentierten Retrospektiven (1993: „Max Fleischer“, „Elizabeth T. Spira“, „Salzburg im Film“; 1994: „Willi Forst“) hatten ein sehr positives Echo; einige führten darüberhinaus zu Nachfolgeveranstaltungen in anderen Städten.
Neben dem aktuellen Hauptprogramm, dem österreichischen Filmschaffen (unterteilt in Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentarfilm, Avantgarde und Neue Medien) ist der Ländervergleich ein wesentlicher Aspekt der Diagonale. 1993 war Holland zu Gast in Salzburg, gefolgt von Dänemark 1994. 1995 wird die Schweiz eingeladen, sich und ihr Filmschaffen umfassend zu präsentieren.
Im Zentrum des Rahmenprogramms steht auch 1995 eine Retrospektive, die zur Gänze einem Meister der Filmkunst gewidmet ist: die Diagonale bereitet die Präsentation des Werkes von Fred Zinnemann vor, der 1907 in Wien geboren wurde. Neben seinen bekanntesten Werken – HIGH NOON, FROM HERE TO ETERNITY, THE DAY OF THE JACKAL, JULIA und A MAN FOR ALL SEASONS – inszenierte er insgesamt 22 Filme. Die Diagonale wird neben diesen Hauptwerken der Filmgeschichte auch weniger bekannte Aspekte in Zinnemanns Schaffen aufzeigen.“
Aus der Presseaussendung 1995