Virgil Widrich
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Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 2026. Foto: eSeL.at / Joanna Pianka
Virgil Widrich, Marc Schuran, Ivonne Gracia Murillo. Foto: checkpointmedia
Virgil Widrich, Marc Schuran, Ivonne Gracia Murillo. Foto: checkpointmedia
Das Heeresgeschichtliche Museum Wien im Winter. Foto: Virgil Widrich
Das Heeresgeschichtliche Museum Wien im Winter. Foto: Virgil Widrich

Gewalt – Gesellschaft. Österreich im Zeitalter der Weltkriege 1918 bis 1955

Am 11. Juni 2026 eröffnete das Heeresgeschichtliche Museum „Gewalt – Gesellschaft. Österreich im Zeitalter der Weltkriege 1918 bis 1955“, das erste große Ausstellungsprojekt seiner inhaltlichen Neuausrichtung. checkpointmedia entwickelte unter der Leitung von Marc Schuran und Virgil Widrich die Ausstellungsgestaltung.

Jahr
2026
Art
Ausstellung · checkpointmedia

Am 11. Juni 2026 eröffnete das Heeresgeschichtliche Museum unter Direktor Georg Hoffmann „Gewalt – Gesellschaft. Österreich im Zeitalter der Weltkriege 1918 bis 1955“, das erste große Ausstellungsprojekt seiner inhaltlichen Neuausrichtung. Die Ausstellung erzählt die Geschichte Österreichs zwischen 1918 und 1955 aus gesellschafts-, gewalt- und militärhistorischer Perspektive und fragt, wie Gewalt nach 1918 verarbeitet, politisch instrumentalisiert, gesellschaftlich legitimiert und schließlich völlig entgrenzt wurde. In sechs Kapiteln und anhand von 42 Biografien verbindet sie Militär-, Gewalt- und Gesellschaftsgeschichte. Kuratiert wurde sie von Niko Wahl und HGM-Kurator Thomas Edelmann.

Im Zentrum der Gestaltung stehen rund vierzig Biografien, die durch das Jahrhundert führen und die Frage stellen, wann aus einem Menschen ein Täter oder eine Täterin wurde, wann ein Opfer, und was darüber entschied. Sie liegen, im wörtlichen Sinn mit Gewicht, in Biografiekästen aus Metall. Zwanzig hinterleuchtete Schubladen eines langen Brückentisches zeigen die Verbrechen dieser Gewaltgeschichte ungeschönt, mit Audio- und Videoinhalten, die starten, sobald die Lade geöffnet wird.

Großobjekte wie eine Kanone aus dem Jahr 1934 oder ein Flugzeugflügel stehen ohne Schutzverglasung im Raum, damit ein unmittelbarer Bezug entsteht. Gemälde und Reproduktionen werden nicht heroisierend gehängt, sondern collagenhaft überlagert. Eine durchgehende Sitzbank trennt als Raumteiler die beiden Vermittlungsebenen und schafft Orte zum Verweilen. Klare Kanten, reduzierte Formen, Alucobond mit metallischer Oberfläche, kühles Licht von 4000 Kelvin, Schatten als Teil der Inszenierung.

„Diese Ausstellung hat uns künstlerisch und inhaltlich gereizt: ein geschichtsträchtiges Haus, das sich nach langer Zeit neu positioniert, ein schwerer Stoff, der nicht weichgezeichnet werden darf, und ein kuratorisches Konzept, das Geschichte über Biografien erzählt. Die rund vierzig Lebenswege als Rückgrat der Erzählung haben uns von Anfang an überzeugt. Daran wollten wir gestalterisch mitarbeiten.“ (Marc Schuran und Virgil Widrich, checkpointmedia GmbH)

Heeresgeschichtliches Museum, Wien
11. Juni 2026 bis 15. Juni 2031

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