In der Videoinstallation „Teleplasmatic Views of Vienna“ wird Österreichs meist fotografiertes Stadt-Motiv, der Wiener Stephansplatz, auf zwei korrespondierenden Bildschirmen dekonstruiert und neu gedeutet.
Videoinstallation für 2 Bildschirme, Endlosschleife
In der Videoinstallation „Teleplasmatic Views of Vienna“ wird Österreichs meist fotografiertes Stadt-Motiv, der Wiener Stephansplatz, auf zwei korrespondierenden Bildschirmen dekonstruiert und neu gedeutet. Ähnlich einer wissenschaftlichen Messung, machen die beiden Ansichten sichtbar, was den stark frequentierten Ort tatsächlich ausmacht: ein Meer irrlichternder Touristen, das beständig um die Gebäude und Straßen wischt. In der ersten Ansicht wirken die Bauten unnatürlich real und die sich bewegenden Körper heben sich davor als fragile, kurzlebige und instabile Formen ab. Und auch das zweite, viel abstraktere Bild, scheint Francis Bacons berühmten Kommentar zu seinen eigenen Gemälden einzulösen, in dem er feststellt, dass die menschliche Präsenz immer auch Spuren auf der Leinwand hinterlassen solle. In dem zeitlich ins Unendliche gedehnten Stadtraum schreibt sich diesem Gedanken folgend nur ein, was sich darin bewegt. Die so entstandenen Spuren manifestieren sich so für einen kurzen Augenblick, bevor sie als ephemeres Erinnerungsschicht ins Stadtbild diffundieren.